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Chronik

 

Vereinschronik

Im Jahre 1974 wollte man in Hoof „was neues“ machen und man machte sich Gedanken, wie man das kulturelle Ortsgeschehen stärker aufleben lassen könnte. Ein Ski-Club wurde ins Leben gerufen, doch man merkte schnell, dass dieser sich größtenteils nur auf den Winter beschränkte und an seiner Stelle folgte ein Wander-Club , der mehr oder weniger auch nicht in „Gang“ kam. (Beides waren die ersten Ausläufer der späteren UHG).
So hatten Werner Kratz, langjähriger Theaterleiter des SV Hoof und Hansi Hoffmann, die Idee, die vielen verschiedenen Talente im Ort zu bündeln und für das kulturelle Leben zu nutzen.

Im April 1975 wurde im Gasthaus Dell von 25 interessierten „Heemern“ ein Zusammenschluss aller Vereine gegründet, der den Namen „Unterhaltungsgruppe Hoof“ (UHG) erhielt. Drei Vereine schlossen sich damals dieser Vereinigung leider nicht an.
Erster UHG-Leiter wurde Hansi Hoffmann, es folgten im zweijährigen Zyklus Herbert Harth, Bernd Jung und Harald Fell.
Kritiker dieser Vereinigung bezeichneten diese Interessengemeinschaft als „ein totgeborenes Kind“, doch sollten sie im Laufe der Jahre durch das stets unermüdliche Engagement der Gruppe eines Besseren belehrt werden.

Erstmals trat die UHG bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Dezember 1975 im Saalbau Gerhart in Aktion. Hierbei wurde auch ein Theaterstück „Großvater Becker und sein Enkel“ aufgeführt.
Mit dem Theaterstück „Großvater Becker und sein Enkel“ (in der Hauptrolle Ortwin Fell und der 11-jährige Uwe Gerhart), sowie der Bescherung aller Hoofer Kinder durch den Weihnachtsmann (Reiner Becker), weckte man das Interesse an gemeinsamen, kulturellen Tätigkeiten.
Im Februar 1977 folgte dann die erste, große Kappensitzung unter der Leitung von Elferratspräsident Werner Geiger, „der Heemer Neubürger vom Behmbesch“ der, so laut Presseberichten, die Fastnachtskultur nach Hoof brachte und über Jahre zusammen mit seiner Familie maßgeblichen Anteil an der Heemer Fastnacht hatte. Im gleichen Jahr gestaltete die UHG den ersten bunten Abend beim gemeinsamen Jubiläumsfest vom Krankenunterstützungverein, Musikverein und vom Deutschen Roten Kreuz.
Seit dieser Zeit sind auch die legendären Tanzgruppen entstanden, die sich unter der Leitung von Gudrun Schwammberger und Erika Schneider, über die folgenden Jahre zu mittlerweile fünf altersunterschiedlichen UHG Garden entwickelt haben. Die legendärste Vereinsband Ratsch- und Klatsch, die mit Bernd Jung, Harald Fell und Jürgen Fell und Wolfgang Geiger begannen und sich über die vielen Jahre hinweg über die „All-Stars“ zu den 8-Besten erweiterte, stammt ebenfalls aus dieser Zeit.
Von ihnen stammt das allseits bekannte Lied: „Überall wo die Heemer senn!“ aus dem Jahre 1978.
Abgeschlossen wurde das Jahr 1977 mit dem Theaterstück „Der Meisterlügner“. Hierbei bot Ortwin Fell eine excelente Doppelrolle als Schwiegersohn und Haushälterin dar. Mittlerweile kann man sich Ortwin Fell, Akteur mit 50 jähriger Bühnenerfahrung, aus den UHG Reihen nicht mehr wegdenken. Ebenfalls gab hier Reiner Becker sein Theaterdebüt und bis heute kann man sich ein UHG Theaterstück ohne ihn nicht vorstellen. Heute ist er allerdings mit Hansi Hoffmann als Regisseur tätig.
Ab 1978 begann man die UHG materiell aufzurüsten, was mit dem Kauf einer Lautsprecheranlage begonnen wurde. Man engagierte sich an vielen Jubiläumsfesten, wie am bunten Abend zum 25 jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr, ja sogar in der Kirmes und führte im Dezember 1978 ein Theaterstück „Der Schaukelstuhl“ auf.
Das dritte Heimatfest im Sommer 1979 wurde wieder von der UHG initialisiert und mit einem bunten Abend unter dem Motto „Live aus dem UHG Studio“ bereichert.
Es folgten dann zahlreiche Auftritte bei bunten Abenden, Kappensitzungen und Theaterabenden. Herbei setzten die UHG Akteure ihre Glanzpunkte durch aufwendige Darbietungen mit phantastischen Kostümierungen und detailgetreuen Bühnenbildern.

Auf Initiative von Harald Fell veranstaltete die UHG 1981 erstmals einen Martinsumzug. In Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr und dem Kindergarten wurde diese Veranstaltung auch bis heute beibehalten.
So etablierte sich die UHG durch die 80er Jahre fest im Heemer Vereinsleben.
Zweifelsohne war das 11-jährige Vereinsjubiläum 1985 mit einem großen viertägigen Fest auf dem Kirmesplatz in Hoof der Höhepunkt. Hier rüber redet man sogar bis heute noch gerne.

Seit 1989 erfreut sich auch die traditionelle UHG Wanderung, ein Dankeschön an alle Helfer, Freunde und Gönner großer Beliebtheit.
Bei der Kappensitzung 1990 war Stadtbürgermeister Klaus Bouillon erstmals zu Gast und begeisterte wie auch zwei Jahre später die Heemer mit einer Büttenrede.
Ab 1990 wurde die UHG dann auch in St. Wendel kulinarisch tätig. Unter der Leitung von unserer UHG Mutter Waltraud und Küchenchef Rüdiger Jost wurden erstmals die
„Echte Heemer Gefillde“ gemacht. Seit dieser Zeit haben wir mit einer Ausnahme jedes Jahr am Stadtfest teilgenommen. Nach drei Testessen stand damals fest, dass wir die Gefillde selber machen, was bis heute Tradition ist. Mit dem Werbeslogan: „Jeder Kloß ein Los“ sind wir bei den Gästen des Stadtfestes bestens bekannt.
Im gleichen Jahr war die UHG wieder Veranstalter eines bunten Abends beim Gemeinschaftsjubiläumsfest „60 Jahre – SV Hoof, OGV und Musikverein Hoof
1994 fand dann der erste HEEMA-BÜ-BA (Heemer Masken und Bühnenball) zur Faschingszeit statt. Eine Faschingstanzveranstaltung mit buntem Bühnenprogramm in gewohnter UHG Manier fand großen Anklang. Die „HEEMA-BÜ-BA Reihe“ wurde dann in den Jahren 1997, 1998, und 2003 fortgesetzt.
Am 18.03.1994 fand die Gründungsversammlung der UHG Hoof e. V. statt. Man bezahlte die damaligen Gründungsvereine aus und war nun fortan ein eigenständiger Karnevals- und Kulturverein. Erster Vorsitzender des Vereins UHG war Bernd Kunz, der schon zuvor die UHG Mitte der achziger Jahre geleitet hatte. Bei der
650 Jahr Feier in Hoof 1994 bot die UHG einen bunten Abend der Spitzenklasse dar und nahm als die legendäre Räuberbande am Festumzug teil.
1997 nahm die UHG dann am Dorfest ist Hoof teil. Erstmals wurde „Arms Scheier“ als Festplatz umfunktioniert. Da dieses Fest nur positive Reaktionen hervorrief, war das Dorffest sie Geburtsstunde der Scheunenfeste
1998 fand so auch das erste UHG – Scheunenfest statt. Eröffnet mit einem Western und Country Abend wurde das Scheunenfest ebenfalls von zahlreichen begeisterten Gästen besucht und wurde im Jahre 2001 wiederholt.
Ebanfalls 1998 stellten wir mit einem Sylvesterball in Fischersch unter dem Motto „Der wilde, wilde Westen“ die Weichen für das Jahr 1999 und verabschiedeten das alte Jahrtausend schließlich mit dem Motto „Wir schiffen ins Jahr 2000“
2000 wurde dann auch der UHG Förderverein gegründet, dessen Vorsitz seit Beginn Bernd Kunz hat.
2002 fand dann auch die Jubiläumskappensitzung anlässlich „25 Jahre Kabbesitzung in Hoof“ mit einem prunkvollen, kurzweiligen Programm statt.
Ebenfalls 2002 wurden unsere Vereinsaktivitäten erneut erweitert. Seit diesem Jahr bieten wir eine Kinder- und Jugendfreizeit an, die jedes Mal großen Zuspruch findet.
Seit Dezember 2004 betreibt die UHG auch eine Homepage, unter der Adresse www.uhg-hoof.de .
Hier finden Vereinsinteressierte immer die neuesten Informationen, Bilder und können sich für den Newsletter, die UHG News anmelden. Auf diese Weise können Mitteilungen schnell und zuverlässig an alle verschickt werden, so dass jeder auf dem neuesten Stand bleibt.
2005 veranstaltete die UHG zum 75-jährigen Vereinsjubiläum des SV Hoof einen bunten Abend im Festzelt auf dem Sportplatz, der Großen Anklang bei den Festgästen fand.
2006 fand die vorerst letzte Kappensitzung unter dem Motto:
„UHG – Wir holen den Titel“ in Kleeje Saal statt.

So wird die UHG Tradition sicher noch lange fortgesetzt werden, denn mittlerweile stehen fast 100 Akteure und Helfer mit sehr viel versprechendem Nachwuchspotential in den Startlöchern für die nächste Kappensitzung. Denn gerade heute hat die Dorfkultur einen hohen Stellenwert und ist mit uns auch so schnell „nett klään se krien!“